Auf dem Weg zu Propellern im 3D-Druck

Bedrucken von WAAM bei RAMLAB, entsprechend der für den Propellerdruck verwendeten Technik

Bald Propeller im 3D-Druck? Der Damenhof, öffnet den Weg mit einem Schlepper. Der 3D-Druck könnte bald auch die Bootsbranche inspirieren.

Ein von Bureau Veritas zugelassener 3D-Propeller

Zwischen der niederländischen Werft Damen, RAMLAB, dem Konstruktionsbüro Promarin, dem Softwarehersteller Autodesk und der Klassifikationsgesellschaft Bureau Veritas wurde ein Konsortium gegründet. Alle diese Einheiten werden beim WAAMpeller-Projekt zusammenarbeiten, einem 3D-Druckpropeller, der von Bureau Veritas genehmigt wurde.

Eine additive Bronzekonstruktion

Konzipiert für einen Schlepper, misst der Propeller 1300 mm im Durchmesser und wiegt 180 kg. Die von RAMLAB in Rotterdam gefertigte Anlage wird nach dem so genannten WAAM-Verfahren (Wire Arc Additive Manufacturing) hergestellt, einem additiven Drucksystem, das den Lichtbogen verwendet.

Mehr Designflexibilität

Die Idee für das WAAMpeller-Projekt stammt von 3 Studenten der Universität Delft, die in der F&E-Abteilung des Standorts Damen arbeiten. Das Interesse der Werft besteht darin, neue Formen zu entwickeln und gleichzeitig die gute mechanische Festigkeit der Propeller zu gewährleisten. Don Hoogendoorn, Forschungsingenieur bei Damen, sieht Chancen für ökologischen Gewinn. "Unser Ziel ist es, effizientere, rentablere und umweltfreundlichere Boote zu bauen. Das Projekt WAAMpeller trägt zu diesem Ziel bei, da es nicht nur einen Fortschritt im 3D-Druck darstellt, sondern auch das Potenzial hat, signifikante Ergebnisse bei der Optimierung des Designs zukünftiger Schiffe zu erzielen. Die 3D-Drucktechnologie bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit zur Verbesserung der Bootsstruktur, sowohl was die Leistung als auch den Kraftstoffverbrauch betrifft."

Der erste Propeller, der im Sommer 2017 gedruckt wird, wird im Herbst mit einem umfangreichen und anspruchsvollen Programm inklusive Pfahlzug- und Crashtests getestet.

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